01.02.2019

Der Saft der Kartoffel ist ein Inhaltsstoff von Naturkosmetika. Foto: djd/Styx Naturcosmetic

KARTOFFELSAFT FÜR HÄNDE UND FÜSSE

Die Knolle pflegt spröde Haut wieder weich

(djd). Naturprodukte liegen bei der Körperpflege hoch in der Gunst der Anwender. Ein traditionelles Hausmittel gerade für die Hand- und Fußpflege ist der Saft der Kartoffel. Denn darin stecken viele Wirkstoffe, um die zarte Haut in diesen Bereichen zu verwöhnen. So enthält die rohe Kartoffel unter anderem das Alkaloid Solanin. Dieses pflegt die Haut und regeneriert sie nach Anstrengung. Rissige, spröde Hände und Füße werden durch den Kartoffelsaft umfassend mit Feuchtigkeit versorgt. Das trägt zur Geschmeidigkeit und zu mehr Wohlgefühl bei. Gegen raue Hände "Für die Handpflege sollte man zu einem Handbalsam greifen, der neben dem Kartoffelsaft auch Vitamin A enthält", rät Wolfgang Stix von dem österreichischen Traditionsunternehmen Styx, das schon seit 1965 Naturkosmetik herstellt. "Es pflegt besonders trockene Haut mit Schrunden. Dazu ermöglichen kaltgepresste Pflanzenöle eine gute Nährstoffversorgung bis in die tiefen Hautschichten." Gegen müde Füße Für pflegebedürftige Füße gibt es unterschiedliche Kartoffel-Cremes aus dem Bereich der Naturkosmetik. Bei müden Füßen hilft beispielsweise ein Balsam, der die Füße beruhigt und erfrischt. Dafür können Zusätze der Pfefferminze hilfreich sein. Weiterhin gilt Salbei als desodorierend, das heißt, es kann gegen Fußgeruch helfen. Beim Kauf sollte man zudem darauf achten, dass der Balsam schnell einzieht und die Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Gegen rissige Füße Rissige und trockene Füße hingegen brauchen etwas mehr Pflege, zum Beispiel durch einen reichhaltigeren Repair-Balsam. Denn trockene Haut wird durch die Kombination von Feuchtigkeit und Fett wieder weich und ansehnlich. Auch hier hilft wieder der Kartoffelsaft. Dazu glättet beispielsweise Olus Öl, das größtenteils aus Raps hergestellt wird, schrundige Haut und sorgt damit für ein gepflegtes Aussehen. Ätherischem Lavendelöl spricht man eine beruhigende Wirkung zu, die nicht nur die Füße, sondern auch das Gemüt erreichen kann. Unter www.styx-shop.com findet man verschiedene Hand- und Fußcremes mit Kartoffelrezepturen und weiteren Bio-Wirkstoffen. Repair-Balsam sollte übrigens immer genug Zeit zum Einziehen bekommen und daher am besten abends kurz vor der Bettruhe aufgetragen werden.

01.01.2019

Laufen ohne Beschwerden - das ist nur möglich, wenn Fehlstellungen der Füße konsequent behandelt werden. Foto: djd/Compressana

ENDLICH WIEDER SCHMERZFREI GEHEN

Häufige Fußprobleme - und was sich dagegen tun lässt

(djd). Wenn stechende Schmerzen, unangenehmes Ziehen, Brennen oder Druckstellen jeden Schritt zur Qual machen, wird die Lebensqualität erheblich eingeschränkt. Damit sollten sich Betroffene nicht abfinden, denn bei vielen Beschwerden der Füße lässt sich etwas tun. Hier besonders häufig auftretende Fußprobleme und Möglichkeiten zur Behandlung. - Hammerzehen: Davon spricht man, wenn einer oder mehrere der mittleren Zehen verformt sind. Das Grundgelenk ist nach oben überstreckt, das Mittelgelenk kommt in eine dauerhafte Beugestellung. Dies führt zu Druckstellen und Hühneraugen auf der Oberseite und auch auf der Fußsohle. Langfristig versteifen sich die Zehen immer mehr, was Arthrose und starke Schmerzen zur Folge haben kann. Für eine geeignete Therapie sollte zuerst ein Fußspezialist aufgesucht werden. Hier kommen dann oft orthopädische Einlagen, Bandagen und Orthesen zum Einsatz sowie spezifische Übungen etwa aus der Spiraldynamik. Ein zusätzlicher Ansatzpunkt sind neuartige Taping-Socks, die auf bequeme Weise dafür sorgen, die Überstreckung im Zehengrundglied der zweiten Zehe zu regulieren, das Hochstehen des Zehs zu vermindern und den Druck gegen den Schuh zu reduzieren. Das lindert den Schmerz meist deutlich. - Hallux Valgus: Wird auch oft als Ballenzeh oder Schiefzeh bezeichnet und ist eine Fehlstellung der großen Zehe, bei der der erste Mittelfußknochen in Richtung Körpermitte und der erste Zeh zum zweiten Zeh wandert. Das verursacht beim Gehen oft schmerzhafte Entzündungen des Ballens und kann Arthrose begünstigen. Schuld sind oftmals zu enge und hochhackige Schuhe. Zur Linderung der Beschwerden sollte das Schuhwerk angepasst werden - am besten auf eine breite Grundform und flache Absätze achten. Auch gezielte Fußgymnastik sowie Hallux Valgus-Socken können das Problem lindern, indem sie die Großzehe in ihrem Achsenverlauf korrigieren. Unter www.taping-socks.de und tapesox.de gibt es weitere Infos dazu. - Knick-Senkfuß: Er ist gekennzeichnet durch Einknicken der Ferse nach innen (X-Stellung) und ein Abflachen des inneren Längsgewölbes, wodurch sich der Vorderfuß nach außen bewegt. Der sogenannte Plattfuß macht sich durch Schmerzen bei Belastung der Füße bemerkbar - etwa bei längerem Gehen. Falsche Schuhe, Bewegungsmangel und eine schwache Muskulatur sind typische Ursachen. Bei der Behandlung durch den Fußspezialisten werden hier sehr oft orthopädische Einlagen verordnet, um die Längswölbung zu stabilisieren. Viel Bewegung und gewissenhafte Fußgymnastik helfen zudem, die Muskulatur zu stärken. Weiterhin können elastische Tapes, die individuell in Socken integriert werden, die Fußgewölbe zusätzlich unterstützen.

05.12.2018

Diabetiker brauchen ausreichend Vitamin B1, damit Nervenschäden in den Füßen nicht voranschreiten. Foto: djd/Wörwag Pharma/colourbox.de

VITAMINE FÜR DIE FÜSSE

Bei Diabetes: Mangelerscheinungen ausgleichen und Nervenschäden entgegenwirken

(djd). Vitamin B1 spielt eine wichtige Rolle im Zuckerstoffwechsel. Wenn davon zu wenig im Körper vorhanden ist, wird Zucker nicht ausreichend abgebaut und Energie mit gebremster Kraft produziert. Darauf reagieren vor allem die Nerven empfindlich und zugleich entstehen vermehrt schädliche Abbauprodukte des Zuckers. Sie setzen den Nerven und Blutgefäßen zu - ein Effekt, den vor allem Diabetiker vermeiden sollten. Beschwerden lindern Denn Menschen mit Diabetes haben in Folge ihres gestörten Zuckerstoffwechsels ohnehin häufig mit Nervenschäden, sogenannten Neuropathien, zu kämpfen. Etwa jeder dritte von ihnen ist laut Experten von einer Neuropathie betroffen, die sich meist zuerst an den Füßen durch Empfindungsstörungen wie Kribbeln oder Brennen bemerkbar macht. Englische Wissenschaftler haben beobachtet, dass im Blut von Menschen mit Diabetes bis zu 75 Prozent weniger Vitamin B1 zirkuliert. Durch diesen Mangel können Neuropathien bei Diabetikern ausgelöst oder verstärkt werden. Ein geeignetes Präparat kann diesen Mangel ausgleichen - wobei zu beachten ist, dass das herkömmliche Vitamin B1 nur begrenzt aufgenommen werden kann. Seine Vorstufe, das Benfotiamin, enthalten beispielsweise in milgamma protekt aus der Apotheke, gelangt hingegen hochkonzentriert in den Körper. So kann das Provitamin den nervenschädigenden Mangel zuverlässig ausgleichen und dadurch auch Neuropathie-Beschwerden an den Füßen lindern. Warnsignale früh erkennen Eine diabetische Neuropathie äußert sich auf vielfältige Weise: Die Füße kribbeln und brennen, zugleich werden sie im Laufe der Zeit häufig taub und gefühllos. Weil die Nervenstränge, die bis in die Füße reichen, nach und nach immer schwerer geschädigt werden, können Schmerzen in den Füßen zunehmen, während man echte Schmerzreize, etwa durch Verletzungen, immer weniger wahrnimmt. Dadurch können unbemerkt Wunden entstehen und sich ausweiten. Das gefürchtete "Diabetische Fußsyndrom" droht, es ist die häufigste Ursache für Amputationen in Deutschland. Warnsignale für die Entwicklung von Nervenschäden an den Füßen können auch mit dem bloßen Auge wahrgenommen werden: Die Haut wird trocken, Risse, Schwielen, Rötungen oder Fehlstellungen wie Hammerzehen können weitere Hinweise sein. Der Diabetologe Prof. Hilmar Stracke aus Gießen betont: "Um eine Nervenschädigung aufzuhalten, ist eine möglichst gute Blutzuckereinstellung wichtig."

01.11.2018

Kribbeln, Stechen und Missempfindungen in den Füßen sind typische Symptome für eine diabetische Neuropathie. Foto: djd/Trommsdorff/Getty Images - Jan-Otto

SCHMERZEN UND EMPFINDUNGSSTÖRUNGEN LINDERN

Was Diabetiker gegen Nervenschädigungen tun können

(djd). Mit rund sechs Millionen Betroffenen gehört der Diabetes mellitus zu den größten Volkskrankheiten in Deutschland. Eine typische Folge der Zuckerkrankheit ist die diabetische Neuropathie, die bei etwa jedem Dritten auftritt. Dabei handelt es sich um Nervenschäden, die aufgrund dauerhaft erhöhter Blutzuckerwerte entstehen können. Sie äußern sich auf vielfältige Art und Weise. So kann es zu Störungen des Schmerz-, Berührungs- oder Temperaturempfindens kommen, ebenso zu chronischen Schmerzen, Taubheitsgefühl oder Lähmungen. Kribbeln, Brennen oder Stechen Diese Beschwerden erlebt jeder unterschiedlich - manche spüren ein Kribbeln in den Gliedmaßen, andere ein unerträgliches Brennen oder Stechen in den Unterschenkeln und Füßen. Viele Betroffene berichten auch, dass sie das Gefühl haben, sie würden Socken oder Handschuhe tragen, obwohl sie gar keine anhaben. Diese typischen Symptome können nicht nur die Lebensqualität der Diabetes-Patienten massiv einschränken, sondern auch zu schwerwiegenden Komplikationen wie dem diabetischen Fußsyndrom führen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig etwas dagegen zu tun. An erster Stelle steht hier eine möglichst optimale Einstellung der Blutzuckerwerte durch bewusste Ernährung und die entsprechenden Medikamente. Ein weiterer Ansatzpunkt ist es, die Regeneration der Nerven diätetisch zu fördern. So können etwa die natürlichen "Nervenbausteine" Uridinmonophosphat (UMP), Vitamin B12 und Folsäure die körpereigenen Reparaturmechanismen effektiv unterstützen. Sie sind beispielsweise in Keltican forte - ein Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät) - in geeigneter Menge enthalten und sollten bei Bedarf über mehrere Wochen eingenommen werden, da die Erneuerung geschädigter Nerven sehr energie- und zeitaufwändig ist. Darauf sollten Betroffene verzichten Als weitere Maßnahmen trägt oft eine Umstellung des Lebensstils dazu bei, die Beschwerden zu verbessern und die Weiterentwicklung der Neuropathie aufzuhalten. Betroffenen sollten zum Beispiel mit dem Rauchen aufhören und auf Alkohol verzichten. Außerdem wird regelmäßige Bewegung und der Abbau von Übergewicht empfohlen. Schließlich können Physiotherapie, Wärme-Kältebehandlungen oder elektrotherapeutische Verfahren mitunter lindernd wirken. Da auch die Psyche an der Schmerzbewältigung beteiligt ist, sind Schmerzbewältigungsprogramme, Psychotherapie und Entspannungstechniken ebenfalls Erfolg versprechend.